Konzertberichte aus erster Hand


Konzerte 1997 Konzerte 1998 Konzerte 1999 Konzerte 2000
Farmer Boys, Aachen Goddess of Desire, Köln Project Pitchfork, Düsseldorf And One, Hamburg
Farmer Boys, Köln Schweisser, Übach Palenberg Bolt Thrower, Essen Einstürzende Neubauten, Hamburg
Supersoma, Mönchengladbach Immortal, Essen Farmer Boys, Cloppenburg
Farmer Boys, Neuss Dynamo Open Air, Mierlo Headbangers Open Air, Brande-Hörnerkirche
Subway to Sally, Übach Palenberg Ministry, Bochum Wacken Open Air, Wacken
In Rags, Aachen Wacken Open Air, Wacken Rockspektakel, Hamburg
Dynamo Open Air, Eindhoven Oomph! & Farmer Boys, Hamburg
Apocalyptica, Aachen Oomph! & Farmer Boys, Bochum
Fear Factory, Bochum Oomph! & Farmer Boys, Köln
Konzerte 2001
Atrocity & Pain, Hamburg
Dark At Dawn & Soulsgate, Hamburg
Crack Up & Dark Age, Hamburg
Farmer Boys, Ahrensburg
Headbangers Open Air, Brande-Hörnerkirchen
Wacken Open Air, Wacken


01.12.97: Farmer Boys; Aachen, B9

Das war das zweite Konzert 1997, das ich von den Farmer Boys gesehen habe, und das vierte insgesamt. Leider war es auch das schwächste, denn es hatten sich nur sehr wenige im B9 eingefunden: ich schätze mal, es waren so um die 60 Leute. Und davon ging so gut wie keiner mit! Mein Kumpel und ich bildeten quasi die erste Reihe (und den Löwenanteil derjenigen, die NICHT wie angewurzelt dastanden). Zu allem Überfluß war die Bühne von der Tanzfläche, wo sich das Publikum befand, durch einen schmalen Sims in Brusthöhe getrennt, der wohl dazu gedacht ist, daß Discogänger dort ihr Getränk abstellen koennen. Matze fand diese Tatsache extrem witzig, konnte dem Teil dennoch etwas Gutes abgewinnen: er mißbrauchte das Teil einfach als "Hochseil" und lief so einmal an der ganzen Crowd vorbei.

Selten habe ich ein lahmeres Publikum gesehen und das wirkte sich auch auf die Musiker aus. Ob Matze deswegen so viel getrunken hatte, oder ob er schon vorher recht blau war, vermag ich nicht zu sagen. Nach dem Konzert kam aber die absolute Krönung: keine Zugabe sondern direkter Übergang zur Disco. Das schien auch irgendwie der Grund für die meisten gewesen zu sein, überhaupt zu kommen. Naja, wir waren und jedenfalls mit Matze und Tourleiter Martin ziemlich einig, daß es nur noch besser werden kann. Kleine Anekdote am Schluß: Keyborder Dennis hatte im Set einmal Probleme mit den Loops, so daß sie einen Song dreimal starten mußten, bis es funktionierte. Nachher war er für geraume Zeit der einzige aus der Band, der mit abgebaut hat. Ob sie ihn als Strafe dazu verdonnert haben..?

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16.12.97: CMF, Farmer Boys; Köln, Underground

Gut zwei Wochen nach Aachen ging es dann nach Köln in der Hoffnung, diesmal wieder gewohnten Standard und Atmosphäre geboten zu bekommen. Anfangs sah es ja nicht ganz so gut aus, wir waren viel zu früh und leider kann man im Underground seinen Mantel nicht abgeben. Einige wußten das wohl schon und hatten extra ihre Rucksäcke mitgebracht, in die sie dann die Jacken stopften. Los ging's mit etwas Verspätung mit CMF aus Böblingen. Diese hatte ich schon einmal im Vorprogramm der Farmer Boys gesehen und für gut befunden. So auch dieses Mal. Leider ist die Musik nicht einfach zu beschreiben, auf ihrem Tape hören sie sich am ehesten an wie Therapy?, die sich in Kalifornien auf's Surfboard gestellt haben, live dagegen fallen die Songs durchweg rotziger und aggressiver aus. Blickfang bei CMF ist Sänger/Gitarrist Ralf mit seiner langen Rasta-Mähne, die im Tiger-Look (abwechselnd blond und braun) gefärbt ist. Sein agiles Stageacting übertrug sich dann auch auf die ersten Reihen und was will man als Opener mehr (wenn einen die meisten nicht kennen)?!

Eins vorweg: der nachfolgende Gig der Farmer Boys war der beste, den ich bis jetzt gesehen habe. Nicht zuletzt lag das am Publikum, das das totale Gegenteil zu Aachen war. Überall wurden Matten geschwungen und nach einiger Zeit flogen auch ein paar Stagediver durch die Luft. Nur einer von ihnen hatte wenig Glück: er brauchte zu lange, um die vor ihm stehenden zum Fangen aufzufordern, so daß er am Ende des Songs immer noch - ziemlich verdutzt - auf dem Bühnenrand stand.

Diesmal merkte man den Jungs echte Spielfreunde an, Matze war nicht zu bremsen, divte ebenfalls, erzählte was vom amtierenden DFB-Pokal-Sieger, Abstieg und Bayern München (als Ansage von "Murder Me") und lud eine - ihm offensichtlich ganz gut gefallende Dame - auf die Bühne ein, die sich dort sichtlich wohlfühlte. Das Beste war jedoch, als Gitarrist Alex sich beim Spielen von den Fans tragen ließ, und das, wo man mit den Händen schon fast die Decke im Underground berühren kann, so niedrig ist der Laden (die Bühne ist im übrigen villeicht gerade 20cm bis 30cm hoch). Fazit: das Konzert war aller erste Sahne, so daß wir dann einige Tage später wieder vor der Klangstation in Bonn standen, wo die Farmer Boys auch auftreten sollten. Leider hatte sich Matze was ernstes an den Stimmbändern zugezogen, so daß der Rest der Tour abgesagt werden mußte. Sehr schade, vor allem, wo wir auch noch nach Wuppertal wollten...

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© 1998/99 The_One_Brack@Bigfoot.Com Diese Seite stellt keine Meinungsäußerung der RWTH Aachen dar! Last updated: 10-Aug-1999