Was Sie schon immer wissen wollten, aber nie zu fragen wagten


Dies ist nur eine Vorabversion, d.h. nicht so ausführlich, wie ich das plane, aber ein Anfang ist doch auch schon mal was...
Zunächst gibt's hier ein paar Informationen über die verschiedenen Spielarten der Magie und - im Groben - was dahintersteckt.

  1. Numerologie


    Jedem Buchstaben kann man - auf verschiedene Weisen - Zahlen zuordnen. Die einfachste Art ist, A=1, B=2, ... , I=9, dann faengt man wieder bei 1 an, d.h. J=1, K=2 usw. Ebenso gibt es eine andere Zuordnung, die davon herrührt, daß im Hebräischen die Buchstaben anders geordnet sind, das will ich hier nicht angeben. Dritte Möglichkeit ist, die hebräischen oder griechischen Buchstaben direkt als Zahlen zu nehmen (die Jungs zählen mit Buchstaben, fast so wie die Römer.
    Bei den ersten beiden Methoden nimmt man ein Wort und addiert die Zahlenwerte der einzelnen Buchstaben zusammen, von dem Ergebnis wird solange die Quersumme gebildet, bis man eine einzelne Ziffer zwischen 1 und 9 erhält. Jede Ziffer bedeutet dann etwas anderes (nachzulesen z.B. im Cavendish, siehe Bücherliste). Beispiel:

    Horst = 8 + 6 + 9 + 1 + 2 = 26 = 2 + 6 = 8

    D.h. der Wert von Horst ist 8, deren Bedeutung man dann nachschlagen muß. Die Gleichheitszeichen sind nicht ganz ernst zu nehmen, das ist keine richtige Mathematik, sondern kabbalistische Addition.
    Bei der zweiten Methode werden ebenfalls die Zahlenwerte addiert, aber man bildet am Ende nicht die Quersummen. Dadurch wird natürlich eine größere Vielfalt erzeugt und man kann Worte gleichsetzen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, außer halt ihren gemeinsamen Zahlenwert. Kleines Beispiel: wenn man den Wert von "To Mega Therion (griech. "Das große Tier")" - die eigene Bezeichnung von Aleister Crowley - errechnet, kommt man auf die Zahl 666, natülich muß man dazu griechische Buchstaben verwenden.

  2. Astrologie


    Was Horoskope sind, weiß ja wohl jeder, also brauche ich hierzu wohl nicht so viel zu schreiben. Das Prinzip ist folgendes: Der, der das Horoskop erstellt, benötigt Ort und Zeit der Geburt einer Person, dann kann er berechnen, wie die Sterne an diesem Ort zu diesem Zeitpunkt zu sehen waren und daraus bestimmt er den regierenden Planeten, den Aszendenten usw., woraus dann in Kombination die Vorhersage entsteht. Die Astrologen gehen dabei von dem Polaritätsgestz aus: "Wie oben so unten", d.h. Das Universum ist ein Abbild der Welt und somit findet sich alles, was auf der Erde von Bedeutung ist, auch in den Sternen

  3. Tarot


    Auch Tarot sollte recht bekannt sein. Man legt Karten aus einem Satz von 78 Stück. Jede für sich hat eine eigene Bedeutung, dazu kommt noch, an welcher Stelle sie im Legemuster (wovon es beliebig viele gibt) auftritt und in welcher Beziehung sie zu den anderen Karten steht. Aufgeteilt sin die 78 Karten in die 22 großen Arkana, d.h. Trümpfe, die vielen bekannter sein dürften, da manche die sogenannten kleinen Arkana oder Farben gar nicht benutzen (was natürlich nur eine halbe Sache ist). Die vier Farben heißen - je nach Ausführung der Karten: Schwerter, Stäbe, Scheiben und Kelche, sie bestehen aus den Zahlen 2 bis 10 sowie Kaiserin, Kaiser, Ritter, Prinzessin und As. Man kann die Tarot Karten für andere oder auch für sich selbst legen. Letztere Methode sollte eigentlich auch für jemand, der nicht an Magie glaubt, halbwegs logisch erscheinen, denn der Hauptaspekt dabei ist, die Karten auf seine eigene Situation hin zu überprüfen. Man denkt also automatisch bewußt über die eigenen Probleme nach und findet so evtl. die Lösung. Esoteriker behaupten ja sowieso, daß man nur durch Information geheilt weden kann, die einem vorher fehlte. Diese Informationen liefern dann die Karten.
    Es gibt sehr viele verscheidene Karten, die am meisten verbreiteten Decks sind das Marseiller Tarot, das Waite Tarot und das Crowley Tarot (welches ich besitze). Ersteres ist das älteste und meiner Meinung nach auch das am wenigsten schöne. Das Waite Tarot hat den Vorteil, daß auf allen Karten Menschen in irgendwelchen Umgebungen zu sehen sind, man erkennt so leichter die Bedeutung der Karte. Das Crowley Tarot ist meiner Meinung nach das Schönste, die Bilder sind sehr künstlerisch, sie könnten ebensogut aus einem modernen Sammelkartenspiel entsprungen sein, gemalt wurden sie von Lady Frieda Harris. Zu erwähnen gilt auch noch, daß bei Crowley einige Bezeichnungen anders sind, als in den klassischen Tarots: bei den großen Arkana heißt es bei ihm Kaiserin statt Herrscherin, Kaiser/Herrscher, Hohepriester/Hierophant, Ausgleichung/Gerechtigkeit, Glück/Rad des Schicksals, Lust/Kraft, Kunst/Mäßigkeit, Äon/Gericht und Universum statt Welt. Bei den Farben ist es Prinz statt König sowie Prinzessin statt Page oder Bube.

  4. Esoterik


    Bevor jetzt alle aufschreien und sich vor "weltverbesserischem Schwachsinn" fürchten, muß ich etwas klarstellen: Ich bin niemand von den Yogis, die im Schneidersitz auf einer Turnmatte rumhüpfen, weil sie meinen, damit die Welt verbessern zu können, noch will ich mich in - meiner Meinung nach unnötigen - Diskussionen darüber auslassen, ob es z.B. einen Beweis dafür gibt, daß ein Ding, das ich in der Hand halte, auch wirklich da und nichtnur eine Einbildung ist.

    Ich finde es irgendwie logisch, daß sich jeder einmal fragt, woher man kommt, wohin man geht und was der Sinn des Lebens ist. Heutzutage ist es ja meist so, daß man die Antworten darauf nicht mehr in der Kirche sucht, weil man viel zu viel wissenschaftlich erklären kann. Und trotzdem gibt es Dinge, die sich dieser Sichtweise entziehen. Darüber gerät man ins Grübeln und sucht sich die Antworten anderswo. Ich für meinen Teil habe sie inzwischen gefunden, auch wenn es nicht meine eigenen Ideen waren, sondern die, die T. Dethlefsen in seinem Buch "Schicksal als Chance" anführt. Seine komplette "Lehre" ist in sich stimmig und weist keine Widersprüche auf, so daß ich sie für sehr überzeugend halte. Das schöne ist ja, man muß nicht mal anderen Menschen ihres Glaubens berauben, denn dieser ist auch Teil des esoterischen Weltbildes. Nur daß dieses viel weiter reicht und ohne sinnlose Thesen oder Einschränkungen auskommt (ich denke da z.B. an die Einmischung der Christlichen Kirche in Dinge, die sich eigentlich gar nicht beurteilen kann, oder die strengen Regeln des Islam, die es vorschreiben, andersdenkende umzubringen).
    Doch nun dazu, woraus das esoterische Weltbild überhaupt besteht: Am Anfang war alles eine Einheit und somit gab es keine Unterschiede. Irgendwann brach aber diese Einheit auseinander (warum und wie ist eine Frage, mit der man ganze Festplatten voillschreiben könnte) und es entstand das Universum (jedenfalls ist das erstmal für uns wichtig, da wir nicht in der Lage sind, über dessen Rand zu schauen) und mit ihm die Materie, die es in der Einheit noch nicht gab, da diese aus allen gesammelten Ideen bestand. Die Materie aber ist nur Informationsträger und erst durch sie kamen die Gegensätze zustande. Diese sind fester Bestandteil der Polarität des Seins, was aber viele nicht einsehen wollen, ist daß man diese Gegensätze nicht trennen kann, denn das eine kann nur durch das andere existieren. Man braucht den Gegenpol, um eine Sache überhaupt als solche erkennen zu können, weil man Dinge nur gegenüber einem Maßstab werten kann. Bestes Beispiel, was wäre das "Gute", wenn es nicht das "Böse" gäbe, von dem es sich abhebt? Im Prinzip geht es darum, offensitliche Gegensätze als die beiden Pole eines gleichen Begriffs zu akzeptieren, ohne zu versuchen, diese auf biegen und brechen zu trennen
    Im esoterischen Weltbild ist der Körper des Menschen nur der Platz seiner Seele, die alleine nicht in der materiellen Welt existieren könnte. Der Körper stirbt, aber die Seele geht weiter ihren Weg. D.h. Esoterik baut auf der Reinkarnation auf (der einzige Grund weswegen in meinen Augen das Leben überhaupt einen Sinn macht). Die Seele hat sich am Anfang der Zeit aus der Einheit gelöst und muß jetzt wieder alles, von dem sie sich getrennt hat, wieder in sich aufnehmen, um so wieder in die Einheit zurüchzukehren. Dabei stellt ein einzelnes Leben so etwas wie eine Schulklasse dar, man bekommt einen "Lehrplan" mit Dingen, die man in sein Bewußsein aufnehmen soll, um sich weiterzuentwickeln. Schafft man das nicht, wird man im nächsten Leben mit den gleichen Aufgaben konfrontiert, so lange, bis man die Probleme gelöst hat. Da es bei der Entwicklung der Seele nur um Grundprinzipien und nicht um Details aus dieser Welt geht, können wir uns nicht ohne weiteres an unsere vorigen Leben erinnern, denn Situationen einer früheren Inkarnation mögen damals wichtig gewesen sein, sind aber für das jetztige Leben nur unnötiger Ballast, da man ganz andere Aufgaben zu bewältigen hat. Bei diesem ganzen Konzept kommt es darauf an, daß man sich aktiv weiterentwickelt, denn es können nur Dinge in das Bewußtsein aufgenommen werden, die man wirklich selbst erlebt hat. Somit ist man ganz allein für sein Schicksal verantwortlich, man muß die Eindrücke, die auf einen einprasseln selbst verarbeiten. Das hat zur Folge, daß man weder Meinungen anderer unkommentiert reflektiert, noch daß man auf Teufel komm' raus versucht, sein Leben auf andere zu projizieren.

    Die Esoterik ist (leider?) so umfangreich. daß ich das Thema hier nicht erschöpfend behandeln kann. Aber wer noch mehr wissen oder seine eigene Meinung kundtun will, kann mir diesbezüglich gerne die ein oder andere Mail schicken! Wärmstens ans Herzen legen kann ich allen Besuchern, sich mal mein Trilogium durchzulesen. Es enthält meine eigene Version der Dinge, die ich oben beschrieben habe und datiert aus einer Zeit, zu der ich mich noch nicht bewußt mit der Esoterik auseinandergesetzt habe. Es wurde mehrfach überarbeitet und ist jetzt in der Version von März 1999 zu haben. Ebenfalls existiert eine Postscript Version (GZIPed, 82KB).


paar "magische Links" soll es natürlich auch geben:

Das ist natürlich noch nicht alles, aber das Thema ist so umfangreich, daß ich wohl noch etwas dafür brauchen werden. Es lohnt sich also, öfter mal hereinzuschauen...


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